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Hochschultypen in Nordrhein-Westfalen

Die Hochschulen in Deutschland sind Einrichtungen der Bundesländer. Jedes Bundesland ist für den Bau die Erhaltung und Finanzierung seiner Hochschulen selbst zuständig Demnach bestimmt auch jedes Bundesland selbst, wie viele Hochschulen es benötigt, welche Studienfächer eingerichtet werden und welche Schwerpunkte die einzelnen Fächer haben. Deshalb gibt es trotz Absprachen zwischen den Bundesländern kein einheitliches deutsches Hochschulsystem, sondern so viele Systeme, wie es Bundesländer gibt - sechzehn.  Es lassen sich anhand der nachfolgenden Übersicht mehrere Hochschultypen unterscheiden:

* Universitäten
* Fachhoschulen 
* Kirchliche Hochschulen
* Privathochschulen
* Fernuniversität
* Duale Hochschulen

Im Gegensatz zu anderen Hochschulen zeichnen sich die Universitäten durch einen breiten Fächerkanon aus. Typisch sind die klassischen, schon im Mittelalter eingeführten Fakultäten für Philosophie (Geisteswissenschaften, heute auch die philologischen und historischen Fächer), Medizin, Theologie und Rechtswissenschaf en. Dazu kommen die Naturwissenschaften, welche bis in die Renaissance als ein Teilgebiet der Philosophie gelehrt wurden, ebenso wie die Mathematik - sowie die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und weitere Arbeitsgebiete. Andere Hochschulen, die nicht die Bezeichnung „Universität“ führen, beschränken sich dagegen auf Themengebietewie Technik und Kunst oder gar nur auf  einzelne Fächer wie Medizin und Tiermedizin. Technische Universitäten bieten zwar eine breite Auswahl an Fächern an, haben aber einen Schwerpunkt in den Ingenieurwissenschaften.

Die Fachhochschule ist eine Hochschulform, die Lehre und Forschung auf wissenschaftlicher Grundlage mit anwendungsorientiertem Schwerpunkt betreibt. Fachhochschulen führen zunehmend die Bezeichnungen Hochschule oder Hochschule für Angewandte Wissenschaften, kurz HS oder HAW, sowie die englischsprachigen Bezeichnungen University oder University of Applied Sciences. Das Studienangebot der Fachhochschulen erstreckt sich über natur-, sozial-, wirtschaftswissenschaftlich , technische und künstlerische Studiengänge. Im Zuge des Bologna-Prozesses bieten auch die Fachhochschulen gestufte Bachelor- und Master-Abschlüsse in akkreditierten Studiengängen an. 

In Deutschland ist eine private Hochschule eine Hochschule in privater Trägerschaft, die als Hochschule zur Vergabe akademischer Grade berechtigt ist. Zu den privaten Hochschulen zählen Universitäten, Fachhochschulen sowie Kunst- und Musikhochschulen.

Eine Kirchliche Hochschule (KiHo) (teilweise auch als Philosophisch-theologische Hochschule bezeichnet) ist eine Hochschule in kirchlicher Trägerschaft. In der Regel ist sie eine staatlich anerkannte wissenschaftliche Hochschule mit Schwerpunkt Theologie, Philosophie und Pädagogik.

Fernuniversitäten sind Universitäten, die ein Studium mit regulärem akademischem Abschluss ausschließlich im Wege des Fernstudiums ermöglichen. Beim Fernstudium findet im Gegensatz zum Präsenzstudium der größte Teil des Studiums abseits des Campus statt.

Duale Hochschulen sind Einrichtungen, die eine kombinierte Ausbildung in Kooperation mit Industrieunternehmen anbieten. Absolventen erhalten neben einem akademischen Abschluss z. B. als Bachelor auch noch einen regulären Ausbildungsabschluß in der gewählten Disziplin. Die Ausbildung erfreut sich zunehmender Beliebtheit, jedoch bedeutet es auch eine Doppelbelastung während der gesamten Ausbildungszeit.