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Studienwahl

Die Studienwahl fällt vielen Schülern nicht nur aufgrund der fehlenden Kenntnis eigener Begabungen und Interessen schwer, sondern auch aufgrund des enorm großen Angebotes an Studienmöglichkeiten in NRW. Alleine in NRW existieren derzeit etwa 1.500 grundständige Studiengänge sowie noch einmal 1.100 weiterführende Studiengänge. Bei diesen Zahlen wird verständlich, welche Herausforderung die Studienwahl für viele darstellt. Diese verteilen sich auf insgesamt 61 Hochschulen, wovon 18 Universitäten bzw. Hochschulen mit Promotionsrecht sind, 34 Fachhochschulen oder Hochschulen ohne Promotionsrecht und weiterhin 9 Kunst- oder Musikhochschulen.

Laut den Zahlen des Landesamtes für Statistik in NRW gehören die Wirtschaftswissenschaften im Wintersemester 2008/09 zu den am meisten belegten Studiengängen in Nordrhein-Westfalen. Die Wirtschaftswissenschaften werden von Studierenden beiderlei Geschlechts (35.463 Frauen, 47.024 Männer) am häufigsten belegt und rangiert somit bereits seit fast 3 Jahrzehnten im Spitzenbereich der beliebtesten Studiengänge. Männliche Studierende wählen weiterhin Maschinenbau/Verfahrenstechnik (26.363) gefolgt von der Informatik (26.280) als Studium.  Die weiblichen Kommilitonen entschieden sich lieber für die Germanistik (16.137) oder am dritthäufigsten für die Rechtswissenschaft (13.769), die jedoch auch von 14.045 Männern studiert wird, es dort aber nur auf den 5. Rang schafft.

Das weitere Ranking der beliebtesten Studienfächer wird im Wesentlichen durch die „klassischen“ Interessenmuster der jeweiligen Geschlechter geprägt. Während in NRW die Männer besonders häufig natur- und ingenieurwissenschaftliche Studiengänge wie Ingenieurwesen (6. Platz, 12.586), Mathematik (7. Platz, 8.516) und Chemie (8. Platz, 5.944) studieren, schreiben sich Frauen dagegen besonders oft in pädagogische oder soziale Studiengänge wie Sozialwesen (4. Platz, 10.669), Erziehungswissenschaften (7. Platz, 9.673), Psychologie (8. Platz, 7.731) oder Anglistik/Amerikanistik (10. Platz, 7.396) ein.

Als reine Männerdomäne erweist sich das Studium der Elektrotechnik, welches zwar mit 15.270 Studenten den 4. Platz belegt, es aber bei den Frauen nicht unter die ersten 25 Plätze schafft, wo sich demgegenüber mit 2.718 männlichen Studierenden die Psychologie (Platz 25) befindet. Der Maschinenbau und die Verfahrenstechnik ist dafür mit 5.524 Studentinnen bereits auf dem 11. Platz. Humanmedizin studieren fast doppelt soviel Frauen (6. Platz, 9.390) wie Männer (9. Platz, 5.924). Bei den Sportwissenschaften ist das Verhältnis dafür genau umgekehrt. 5.437 Studenten (11. Platz) stehen 2.843 Studentinnen (24. Platz) gegenüber. Hier finden Sie eine ausführliche Informationen zu Bachelor-Studiengängen aller Fachbereiche.

Das die Studienwahl nicht immer die richtig sein muß zeigen leider steigende Zahlen an Studienabbrechern. Eine aktuelle Broschüre des statistischen Bundesamtes gibt Auskunft über die Zahl der Studienabbrecher. Denmach beendeten mehr als ein Viertel der Studenten, die 1999 ihr Studium begannen, ihre Ausbildung ohne Abschluss. Die Abschlussquote lag demzufolge an den Universitäten bei 68 Prozent und an den Fachhochschulen bei 80 Prozent. Vielfach hilft eine professionelle Studienberatung von bei Studienabbruch.

Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Oft haben sich die Studenten bei der Entscheidung für eine Studienrichtung von falschen Vorstellungen über den Inhalt oder Abläufe gemacht oder die zunehmende Verschulung und praxisferne des Studiums gerade nach Einführung der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge fördert die Demotivation unter den Studenten. Oftmals kann hierbei eine professionelle Studienberatung eine wichtige Hilfestellung vor der Aufnahme eines Studium sein.